EAWU und Serbien haben ein Freihandelsabkommen

Am 25. Oktober unterzeichneten die EAWU und Serbien in Moskau ein Freihandelsabkommen. Im Vorfeld  hagelte es Kritik aus der EU.

Am 25. Oktober unterzeichneten die EAWU und Serbien in Moskau ein Freihandelsabkommen.  Foto © kremlin.ru

MOSKAU. Das Abkommen mit der 2015 gegründeten Eurasischen Wirtschaftsunion (EAWU) soll Serbiens Exporteuren die zollfreie Ausfuhr für 95 Prozent der heimischen Produkte auf einen Markt von 182 Millionen Konsumenten sichern. Die EU sieht das Freihandelsabkommen kritisch. So sprach etwa der slowakische Außenminister Miroslav Lajčák im September von „irritierenden“ Vorgängen. Als EU-Beitrittskandidat könne Serbien „nicht in mehrere Richtungen zugleich gehen“. Dem entgegnete Serbiens Außenminister Ivica Dacic, dass Serbien das Recht habe, Abkommen mit Drittstaaten abzuschließen, um seine „nationalen und wirtschaftlichen Interessen zu schützen“.

Momentan stellt sich der Außenhandel Serbiens mit der EAWU eher bescheiden dar. Während die Ein- und Ausfuhren in die EU-Staaten 63,2 Prozent des serbischen Außenhandels ausmachen, gehen bisher nur 7,5 Prozent in die Länder der EAWU. // Kommersant, Tagesspiegel