Russische Abfallwirtschaft sucht europäische Kooperationspartner

MOSKAU. Russland will den Siedlungsabfall deutlich reduzieren und auch stärker als bisher als Recyclingrohstoff nutzen. Dafür suchen russische Unternehmen und Kommunen verstärkt nach Partner in Europa und auch in Deutschland. Das war der Tenor des OstContact-Brunchs am 23. Oktober in Moskau, zu dem mehr als 40 Gäste kamen.

Zu dem OstContact-Brunch am 23. Oktober 2019 in Moskau zum Thema „Abfallwirtschaft in Russland“ kamen mehr als 40 Gäste. Foto: owc

Denis Buzaev vom Unternehmen Russischer ökologischer Operator betonte, man sei offen für Partnerschaften, um verstärkt modernes Know-how und Technik vor allem aus Deutschland und Österreich einsetzen zu können. Hintergrund ist, dass jeder Russe rund 400 Kilogramm Abfall pro Jahr produziert, der aktuell zu 90 Prozent auf oft überlasteten Deponien landet. Die russische Regierung will daher den Recyclinganteil bis zum Jahr 2024 auf 60 Prozent erhöhen.

Notwendig ist dafür, eine neue Sammel-, Sortier- und Recyclinginfrastruktur aufzubauen. Franz Jesche von Christof Industries betonte, Abfall dürfe nicht länger als Müll, sondern müsse künftig als wichtige Ressource angesehen werden. Für diesen Wandel müsse auch die Bevölkerung stärker einbezogen werden. Die Christof Industries GmbH mit Sitz im österreichischen Graz ist im Bereich industrieller Anlagen- und Maschinenbau tätig und war bei der Ausrichtung des Event maßgeblich mitbeteiligt. (as)