Wachstum im IT-Markt: USA und China hängen Europa ab

BERLIN. Der Markt für Produkte und Dienste der Informationstechnik und Telekommunikation (ITK) wächst 2019 in der Europäischen Union stabil, jedoch langsamer als im Vorjahr.

Mit einem Volumen von 306 Milliarden Euro dominiert Chinas Telekommunikationsmarkt auch weiterhin den ITK-Gesamtmarkt des Landes. Foto: iStock © kynny

Die ITK-Umsätze in den EU-Staaten werden in diesem Jahr voraussichtlich um 2,4 Prozent auf 653 Milliarden Euro zunehmen. 2018 war das Plus mit 2,9 Prozent noch etwas höher ausgefallen. Das teilt der Digitalverband Bitkom auf Grundlage einer aktuellen Studie des European Information Technology Observatory (EITO) mit. Wie in den Vorjahren entwickelt sich das IT-Geschäft besser als der Telekommunikationsmarkt. Die Umsätze mit IT-Hardware, IT-Dienstleistungen und Software steigen der Prognose zufolge um drei Prozent auf 357 Milliarden Euro. Der Telekommunikationsmarkt in der EU wächst dagegen schwächer um 1,7 Prozent auf 296 Milliarden Euro.

„Es ist ein gutes Zeichen, dass der europäische Markt stabil wächst. Aber im internationalen Vergleich sind die USA und auch China mit deutlich höheren Wachstumsraten weit voraus“, so Bitkom-Präsident Achim Berg.

Demnach haben die USA mit einem Volumen von 990 Milliarden Euro weiterhin mit Abstand den größten Anteil am weltweiten ITK-Markt. Während sich der US-Gesamtmarkt den Berechnungen der EITO-Wissenschaftler zufolge ähnlich entwickelt wie in Europa (plus 2,4 Prozent), fällt die Wachstumsrate im IT-Teilmarkt höher aus (plus 3,9 Prozent auf 612 Milliarden Euro). Der Telekommunikationsmarkt dagegen schrumpft um 0,1 Prozent auf 377 Milliarden Euro.

Auch in China (ITK-Gesamtmarkt: 410 Milliarden Euro, plus 3,3 Prozent) wachsen die Geschäfte mit IT besonders dynamisch (plus 9,0 Prozent auf 104 Milliarden Euro), allerdings auf noch immer niedrigem Niveau. Mit einem Volumen von 306 Milliarden Euro (plus 1,5 Prozent) ist der Telekommunikationsmarkt dort weiterhin der dominierende Teilmarkt.