duisport errichtet trimodales Containerterminal

DUISBURG. Logistik folgt auf die Kohle. Im Duisburger Hafen entsteht das größte Containerterminal im europäischen Hinterland. Die Duisburger Hafen AG (duisport) nimmt ihre Kohleinsel ab 2020 aus dem Markt und errichtet dort gemeinsam mit den internationalen Partnern COSCO SHIPPING Logistics, Hupac SA und der HTS Group ein trimodales Containerterminal.

Im Duisburger Hafen entsteht das größte Containerterminal im europäischen Hinterland. Foto: iStock © justhavealook

Damit reagiert duisport auf den infolge der Energiewende stark zurückgehenden Kohleumschlag und nutzt die Kohleinsel künftig insbesondere für die Abwicklung des boomenden Chinahandels. Das neue Terminal wird insbesondere für die Zugverkehre entlang der Korridore der Neuen Seidenstraße zum zentralen europäischen Gateway-Hub ausgebaut und firmiert daher unter „Duisburg Gateway Terminal“. An der Investitions- und Betreibergesellschaft halten duisport und COSCO SHIPPING Logistics jeweils 30 Prozent. Jeweils 20 Prozent der Anteile an der Investitions- und Betreibergesellschaft halten die Schweizer Hupac SA und die niederländische HTS Group.

Auf der 240.000 Quadratmeter großen Fläche im Duisburger Hafen sind 220.000 Quadratmeter für das Terminal und 20.000 Quadratmeter für Lagerhallen vorgesehen. Sechs Portalkrananlagen, zwölf Ganzzuggleise mit einer Gleislänge von jeweils 730 Metern, fünf Verladeplätze und drei Liegeplätze für Binnenschiffe sowie einer Containerstellfläche von 60.000 Quadratmetern werden in zwei Baustufen den zügigen Containerumschlag sicherstellen. Auf dem trimodalen Terminal soll der Vor- und Nachlauf der Güter vorrangig über Wasser und Schiene erfolgen. Das Investitionsvolumen beträgt rund 100 Millionen Euro. Die Inbetriebnahme ist 2022 geplant.

Vom „Duisburg Gateway Terminal“ können künftig wöchentlich bis zu 100 Züge nach China, Bahnverkehre auf den europäischen Bahnkorridoren insbesondere nach Ost- und Südosteuropa sowie Binnenschiffsdienste in die Seehäfen verkehren. Damit können dann rund 850.000 Standardcontainern (TEU) pro Jahr umgeschlagen werden.

Das Terminal wird die Kapazitäten des Duisburger Hafens im Handel mit China erheblich vergrößern. Bereits jetzt laufen rund 30 Prozent des gesamten Handels auf der Schiene zwischen China und Europa über den Duisburger Hafen, der Start- und Endpunkt der Chinazüge ist. Wöchentlich fahren derzeit zwischen 35 bis 40 Züge zwischen duisport und einem Dutzend verschiedener Destinationen in China.