Kooperieren bei 5G: Vodafone und EHang

DÜSSELDORF. Das in Kanton ansässige chinesische Technologieunternehmen für autonome Fluggeräte EHang und der Telekommunikationskonzern Vodafone haben am 18. Oktober in Düsseldorf eine exklusive Partnerschaft gestartet. Gemeinsam bereiten die Partner kommerzielle Drohnen und Flugtaxis für den Einsatz in Deutschland und Europa vor.

Vodafone-CEO Hannes Ametsreiter und Ehang-CEO Hu Huazhi beim Kooperationsstart. Foto: © Vodafone

Bei der Unterzeichnung des Kooperationsvertrags verkündeten die Partner, dass alle EHang-Drohnen, die künftig in Europa fliegen, mit einer SIM-Karte von Vodafone ausgestattet werden. So sollen bemannte Drohnenflüge und Transportdrohnen auch in Deutschland Realität werden können.

„Jede Drohne braucht Mobilfunk. Schnelle Netze regeln die Vorfahrt im Luftverkehr. Sie werden das Verkehrsleitsystem für Flugtaxis und die Drohnenpost. Und sie machen Drohnen identifizierbar. Ähnlich wie Nummernschilder unserer Autos“, so Vodafone-CEO Hannes Ametsreiter. Hu Huazhi, Gründer und CEO von EHang erklärt: „5G ist eine zentrale Infrastruktur für den kommerziellen Einsatz von Drohnen. Nur mit 5G können autonom fliegende Lufttaxis künftig zentimetergenau starten und landen.“

Bis 2050 könnten weltweit fast 100.000 Passagier-Drohnen im Einsatz sein, so ein Ergebnis einer aktuellen Studie der Roland Berger Unternehmensberatung. Weitere Studien gehen von einer noch höheren Zahl aus. Die zunehmende Urbanisierung sowie die wachsende Zahl und Länge der Staus auf den Straßen und Autobahnen, erhöhten den Bedarf und die Nachfrage nach Flugtaxen in Deutschland und Europa.

Sobald die Gesetze es zulassen, wollen die Kooperationspartner in Deutschland mit ersten Testflügen von Flugtaxen beginnen. Die Partnerschaft umfasst darüber hinaus auch den Logistikbereich. EHang stellt gemeinsam mit DHL bereits heute Pakete in China mittels Drohnen-Technologie zu.