Schwierige Zeiten für russische KMU

Eine Untersuchung des russischen Beratungs- und Auditunternehmens FinExpertiza zeigt: Ein Drittel aller russischen KMU hat im ersten Halbjahr 2019 Verluste gemacht.

31,4 Prozent der russischen kleinen und mittleren Unternehmen haben im ersten Halbjahr 2019 rote Zahlen geschrieben. Foto: iStock © Mordolff

MOSKAU. Die Zahlen sind ernüchternd: Laut dem russischen Finanzberatungsunternehmen FinExpertiza haben 31,4 Prozent der russischen kleinen und mittleren Unternehmen im ersten Halbjahr 2019 rote Zahlen geschrieben. In 16 von 85 russischen Regionen fahren sogar 40 Prozent der Unternehmen einen Verlust ein. Am schlimmsten stellt sich die Situation im Autonomen Kreis der Tschuktschen und im Jüdischen Autonomen Gebiet dar, wo mehr als die Hälfte der Unternehmen Verluste verbuchen mussten. Zu den wenigen Regionen mit einer positiven Entwicklung gehören Inguschetien, wo der Anteil der profitablen Unternehmen im Jahresverlauf von 65,6 Prozent auf 81,8 Prozent gestiegen ist, und Sewastopol auf der Krim. Hier stieg die Anzahl profitabler Unternehmen um 7,8 Punkte auf insgesamt 60,9 Prozent. „In Russland muss nicht nur der Gründung neuer Unternehmen, sondern auch der Unterstützung bestehender Unternehmen mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden“, sagt Elena Trubnikowa, Vorsitzende des Vorstands von FinExpertiza der Rossijskaja Gaseta. Bislang habe die Regierung nur wenige Programme geschaffen, die eine echte Unterstützung für das Unternehmertum darstellen. // Rossijskaja Gaseta