„Made in Russia“ kämpft mit Hindernissen

Laut einer aktuellen Analyse des internationalen Kreditversicherers Coface wirkt die Strategie der russischen Regierung für lokale Produktion bislang nur begrenzt.

Russland: in den Sektoren Agrar- und Ernährungswirtschaft, Pharmazie, Automobil und Informationstechnologie bereits gute Erfolge erzielt. Foto © 2004-2019 Transmashholding

MOSKAU. Seit einigen Jahren verfolgt Russland das Ziel, die Abhängigkeit von Einfuhren und schwankenden Rohstoffpreisen zu verringern. Dazu wurden viele Initiativen und Anreizsysteme eingeführt, die Modernisierung, Technologie und Innovation fördern sollen. Der Coface-Studie zufolge wurden in den Sektoren Agrar- und Ernährungswirtschaft, Pharmazie, Automobil und Informationstechnologie bereits gute Erfolge erzielt. Allerdings führt die teilweise geringere Qualität bestimmter Produkte dazu, dass die Verbraucher trotz höherer Preise zu Importen greifen. Für Coface-Ökonom Dominique Fruchter muss die russische Regierung deshalb eine tiefgreifende und langfristige Transformation der russischen Produktionsketten einleiten. „Vorbehaltlich der Verfügbarkeit von Ressourcen, der Modernisierung von Produktionslinien und der Verbesserung des Geschäftsumfelds bleibt die Strategie ‚Made in Russia‘ kompliziert und ein langfristiges Engagement“, sagt der Experte. Sanktionen und Gegenmaßnahmen, sowohl aktuelle als auch potenzielle, das Unternehmensumfeld, zunehmende politische Risiken sowie der Mangel an verfügbaren Arbeitskräften würden in- und ausländische Investitionen belasten. // Coface