Kasachstan startet Pilotprojekt für digitale Produktmarkierung von Schuhen

Das im Juli in Kasachstan gestartete Pilotprojekt für die digitale Kennzeichnung von Schuhen soll ab 2020 auf dem Gebiet der EAWU verpflichtend werden.

Das im Juli in Kasachstan gestartete Pilotprojekt für die digitale Kennzeichnung von Schuhen soll ab 2020 auf dem Gebiet der EAWU verpflichtend werden. Foto: iStock © bruev

NUR-SULTAN. In Kasachstan ist ein Testlauf zur Produktmarkierung bei ausgewählten Schuhkategorien gestartet worden, das sowohl für Produkte gilt, die vor Ort produziert werden, als auch für importierte Waren. Das auf acht Monate angelegte Projekt greift der digitalen Kennzeichnung von Schuhen zuvor, die ab 2020 in jedem Mitgliedsland der Eurasischen Wirtschaftsunion (EAWU) verpflichtend eingeführt werden soll, wie Germany Trade & Invest berichtet. Nach Angaben des Industrieministeriums wirken bei dem Pilotprojekt  bisher elf Unternehmen mit, darunter mehrere Schuhproduzenten sowie Schuhimporteure und -händler. Zukünftig soll jeder einzelne Schuh auf seinem Weg vom Produzenten oder Importeur über alle Vertriebsstufen hinweg bis zum Verkauf an den Endkunden nachverfolgt werden können. Um den Anforderungen nachzukommen, müssen vor allem ausländische Hersteller und deren lokale Partner sowie sonstige Importeure aktiv werden.

Das Schuhangebot auf dem kasachischen Markt stammt überwiegend aus dem Ausland. Mit Abstand wichtigster Schuhlieferant des Landes ist China (28,6 Millionen Paare). Deutschland spielt mit lediglich 3.250 Paaren im Jahr 2018 nur eine marginale Rolle. // Germany Trade & Invest