Deutsch-russischer Handel: Katharina-Forum will vermitteln

Das Katharina-Forum will bei seinem vom 1.-2. Oktober stattfindenden Dialog in Zerbst für die Herausforderungen durch die bestehenden Wirtschaftssanktionen sensibilisieren und neue Perspektiven eröffnen.

Das Katharina-Forum will bei seinem vom 1.-2. Oktober stattfindenden Dialog in Zerbst für die Herausforderungen durch die bestehenden Wirtschaftssanktionen sensibilisieren und neue Perspektiven eröffnen. Foto: katharina-forum-zerbst.com

ZERBST. Sachsen-Anhalt leidet unter den vor fünf Jahren eingeführten Russland-Sanktionen. 2018 exportierten Unternehmen aus dem ostdeutschen Bundesland Waren im Wert von 315 Millionen Euro nach Russland – im Rekordjahr 2012 waren es etwa 500 Millionen Euro, wie zum Auftakt des sogenannten Katharina-Forums in Zerbst mitgeteilt wurde. Insbesondere Hersteller und Exporteure pharmazeutischer und chemischer Erzeugnisse, von Kunststoffen und Fahrzeugkomponenten, von Papierwaren und Maschinen sind betroffen. Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Armin Willingmann erinnerte daran, dass viele kleine und mittlere Unternehmen aus der Region enge Beziehungen zu Russland hätten. „Russland und Sachsen-Anhalt verbindet viel, vor allem in Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur. Diese engen Beziehungen sind eine gute Basis für künftige Kooperationen“, sagte er.

Das Wirtschaftsministerium Sachsen-Anhalts organisiert das Forum gemeinsam mit der Stadt Zerbst. Vertreter beider Länder diskutierten unter anderem über den Einsatz erneuerbarer Energien, die digitale Transformation und Agrarwirtschaft. // DPA, Wirtschaftsministerium LSA