Aeroflot und Staatsbahn RZD vor möglicher Privatisierung

Das Finanzministerium hat einen Vorschlag eingebracht, eine Reihe großer russischer Staatskonzerne in das Privatisierungsprogramm 2020-2022 aufzunehmen, das derzeit vom Ministerium für wirtschaftliche Entwicklung erarbeitet wird.

Das russische Privatisierungsprogramm könnte größer ausfallen als bisher geplant. Auf der Liste soll jetzt auch die Fluggesellschaft Aeroflot stehen. Foto: iStock © Sky_Blue

MOSKAU. Das russische Privatisierungsprogramm könnte größer ausfallen als bisher geplant. Auf der Liste sollen nach dem Willen des Finanzministeriums jetzt auch die Fluggesellschaft Aeroflot, die staatliche Bahngesellschaft RZD, das Energieunternehmen Sarubeschneft und weitere namhafte Großunternehmen stehen.

Ein Teil der Staatsfirmen steht schon seit 2014 im Privatisierungsprogramm, wurde aber in den Plan 2017/2018 nicht aufgenommen. Zudem bedeutet die Aufnahme dieser Firmen in das Programm nicht zwingend, dass die Unternehmen tatsächlich privatisiert werden. Vielmehr bedarf es bei solchen Entscheidungen einer Zustimmung des Präsidenten und der Regierung.

Auch hat sich in den letzten Jahren der Privatisierungsprozess von staatlichen Großunternehmen stark verlangsamt. Einerseits fordert die Regierung in allen Wirtschaftsbereichen konkurrenzfähige Strukturen. Andererseits soll die Privatisierung nicht überhastet umgesetzt werden, wie Wirtschaftsminister Maxim Oreschkin betonte. Ziel sei es in erster Linie, die Qualität der Unternehmensführung zu erhöhen. // Interfax