Tech-Konzerne OPPO, VIVO und Xiaomi ziehen nach NRW

DÜSSELDORF. Die chinesischen Technologiekonzerne OPPO, VIVO und Xiaomi eröffnen Niederlassungen in Düsseldorf. Alle drei zählen zu den wichtigsten Digitalkonzernen Chinas und wollen im Zuge ihrer Expansionsstrategie von Nordrhein-Westfalen aus den deutschen und europäischen Markt erobern.

Die chinesischen Technologiekonzerne OPPO, VIVO und Xiaomi eröffnen Niederlassungen in Düsseldorf. Bereits dort ansässig: Huawei und ZTE. Foto: iStock © no_limit_pictures

Nach Angaben des Hongkonger Marktforschungsinstituts Counterpoint Research haben damit künftig vier der sechs Smartphoneproduzenten mit den weltweit größten Marktanteilen ihren Sitz in Düsseldorf. OPPO hatte bereits im Sommer angekündigt, in Düsseldorf seine Europazentrale zu etablieren, um sein Geschäft mit Mobiltelefonen entsprechend zu erweitern. Nun gesellen sich mit VIVO und Xiaomi zwei weitere Player hinzu: VIVO gründet ebenfalls sein europäisches Vertriebs- und Operationszentrum in Düsseldorf und Xiaomi eröffnet hier das erste Deutschlandbüro des Konzerns zum Vertrieb seiner Smartphones und Smart-Home-Geräte. Unterstützt und beraten bei der Ansiedlung werden alle drei Unternehmen durch die landeseigene Wirtschaftsförderungsgesellschaft NRW.INVEST.

Kurzporträt OPPO
Guangdong OPPO Mobile Telecommunications wurde 2003 in Dongguan gegründet und ist ein führender globaler Anbieter von Mobiltelefonen. Über 200 Millionen Menschen weltweit nutzen Smartphones von OPPO. Durch europäische Absatzbetreiber wie Orange in Frankreich und Movistar in Spanien hat sich das Unternehmen in Europa bereits Marktanteile gewonnen. OPPO hat rund 20.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2018 einen Umsatz von rund 19,7 Milliarden Euro. Das Unternehmen konzentriert ich auf seine Expansion auf dem deutschen und europäischen Markt und investiert stark in Forschung und Entwicklung. Ende 2018 besaß OPPO über 5.000 Patente.

Kurzporträt VIVO
VIVO Communication Technology stammt aus Dongguan in der Provinz Guangdong. Das 2010 gegründete Hightechunternehmen fokussiert sich auf die Produktion von Mobilgeräten sowie auf Software- und Online-Services. Die rund 20.000 Mitarbeiter erwirtschafteten 2018 einen Umsatz von rund 19,7 Milliarden Euro. Derzeit betreibt VIVO sechs eigene Forschungszentren in China und den USA sowie vier Produktionsstätten in Asien. Darüber hinaus engagiert sich der Konzern in der Forschung in den Bereichen 5G-Kommunikationstechnik und Künstliche Intelligenz. Auf dem europäischen Markt ist VIVO bisher nur in wenigen Ländern, zum Beispiel in Polen und Russland, vertreten.

Kurzporträt Xiaomi
Gegründet 2010 in Peking, zählt Xiaomi heute zu den größten Herstellern von Smartphones und Smart-Home-Geräten weltweit. Xiaomi wurde in diesem Jahr als jüngstes Unternehmen in die Liste der Fortune Global 500 aufgenommen. Die Firma beschäftigt weltweit über 23.000 Mitarbeiter und erzielte 2018 einen Umsatz von rund 22,3 Milliarden Euro. Xiaomi ist bereits in vielen europäischen Ländern offiziell vertreten, der deutsche Markt gilt als das nächste Wachstumsziel des Konzerns. Neben der Einrichtung des Düsseldorfer Büros, das sowohl den Vertrieb als auch den Kundenservice steuert, will Xiaomi weitere Bestandteile des Geschäftsmodells wie die E-Commerce-Plattform mi.com sowie eigene Läden nach Deutschland bringen.