Wirtschaftskooperation Iran-China blüht

Chinesische Unternehmen haben Kredite im Wert von rund zehn Milliarden US-Dollar für Projekte im Iran erhalten und erste Vorhaben sind bereits abgeschlossen.

Xi Jinping beim Treffen mit Ali Khamenei in Iran. Foto: Official website of Ali Khamenei, Supreme leader of Iran / Lizenz: CC BY 4.0 / wikimedia

Der 2016 zwischen Iran und China vereinbarte Vertrag über eine „umfassende strategische Partnerschaft“ ist offenbar tragfähig. Diese Partnerschaft wurde Ende August bei dem Peking-Besuch des iranischen Außenministers noch einmal konkretisiert: Demnach will China über 25 Jahre hinweg 280 Milliarden US-Dollar in die Energiewirtschaft sowie 120 Milliarden US-Dollar in die Infrastruktur und den verarbeitenden Sektor investieren.

China soll hierfür zahlreiche Vergünstigungen erhalten, beispielsweise einen Preisnachlass für iranische Ölimporte. Zudem soll sich die iranische Wirtschaft und Infrastruktur stärker in die „One Belt, One Road“-Initiative Pekings einfügen.

China und Iran streben zugleich an, die Verwendung des US-Dollars zu vermeiden. Geldflüsse sollen entweder in chinesischer oder auch russischer Währung erfolgen. Der Hintergrund ist, dass russische Unternehmen nach iranischer und chinesischer Vorstellung somit moderat eingebunden werden könnten, um einen möglichen Widerstand Moskaus zu verhindern.

Darüber hinaus unterstützt Peking Teheran diplomatisch: China sieht die USA für die Konflikte um das Atomabkommen verantwortlich. Und der iranische Generalstabschef Mohammad Hossein Bagheri kündigte bei seinem Peking-Besuch Mitte September zudem eine zunehmende militärische Kooperation beider Länder an.