Macron sorgt für Anzeichen der Entspannung

Die USA wollten im Sommer eine US-geführte „navy coalition“ zum Schutz der Straße von Hormus formieren, fanden mit Großbritannien und Israel hierfür jedoch lediglich zwei potenzielle Partner. Der Versuch einer „anti-iranischen Koalition“ scheiterte.

Die USA wollten im Sommer eine US-geführte „navy coalition“ zum Schutz der Straße von Hormus formieren. Foto: U.S. Navy photo by Mass Communication Specialist 3rd Class Joshua Keim / flickr

Vor allem Frankreich ist bestrebt, den Iran für einen Ausgleich zu gewinnen. Präsident Emanuel Macron führte mit seinem iranischen Amtskollegen Hassan Rohani sowie dem iranischen Außenminister in jüngster Vergangenheit zahlreiche Telefonate und auch persönliche Gespräche. Ende August gewann ein Vorschlag an Kontur: Dem Iran sollte demnach eine 15 Milliarden US-Dollar umfassende Kreditlinie eingeräumt werden. Ferner sollte das Land fast die Hälfte seiner Ölexporte wieder aufnehmen dürfen, müsste dafür aber die Regeln des Atomabkommens JCPOA einhalten. Offen ist, wie weit diese Verpflichtungen reichen und ob sie sogar über das bisher Vereinbarte hinausgehen.

US-Präsident Donald Trump schien zu erwägen, die französische Initiative zu tolerieren sowie US-Sanktionen gegen den Iran teilweise zu lockern. Trump hatte zwar immer gegen das Atomabkommen mit dem Iran opponiert, zugleich aber deutlich gemacht, keinen Regimewechsel in Teheran anzustreben.

Der einflussreiche Sicherheitsberater des US-Präsidenten John Bolton dagegen trat am 10. September zurück, denn er sah einen Regimewechsel als einzige Lösung des Iran-Problems.