„Belt and Road darf keine Einbahnstraße werden“

Europa sucht nach einer Antwort auf steigende Investitionen Chinas in Russland.

China verankert sich zunehmend in der russischen Wirtschaft: Nicht nur Großprojekte, sondern vermehrt auch kleinere Investitionen werden aktiv in Angriff genommen. Die chinesische Belt-and-Road-Initiative erweist sich hierbei als Schlüsselprojekt. Foto: kremlin.ru

MOSKAU. China verankert sich zunehmend in der russischen Wirtschaft: Nicht nur Großprojekte, sondern vermehrt auch kleinere Investitionen werden aktiv in Angriff genommen. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf den Bereichen Logistik, Industrie und Landwirtschaft. Die chinesische Belt-and-Road-Initiative erweist sich hierbei als Schlüsselprojekt. Der Vorsitzende des Ost-Ausschuss – Osteuropavereins der Deutschen Wirtschaft e. V. (OAOEV) Wolfgang Büchele fordert in einer Pressemitteilung vom 19. September eine aktive Beteiligung Europas: „Wir dürfen nicht länger zusehen, wie China mit großer finanzieller Power bilaterale Projekte in Südosteuropa, dem Südkaukasus oder Zentralasien realisiert und dabei immer stärker seine Spielregeln durchsetzt. Wir brauchen eine Verständigung mit Peking über gemeinsame, bindende Standards und eine Beteiligung europäischer Unternehmen an Belt-and-Road-Projekten“, sagte Büchele.

Das bilaterale Handelsvolumen zwischen Russland und China belief sich 2018 erstmals auf über 100 Milliarden US-Dollar. Mit rund 5.000 Unternehmen ist die chinesische Präsenz auf dem russischen Markt größer als die deutsche mit aktuell rund 4.600 Unternehmen. // Germany Trade & Invest, OAOEV