OstContact-Breakfast: „HR ist kein Hexenwerk”

Am 10. September fand im „Haus der Deutschen Wirtschaft“ in Moskau das OstContact-Breakfast zur Zukunft des Bildungs- und Personalwesens in Russland statt. Rund 50 Teilnehmer diskutierten dabei aktuelle Trends im Bereich Recruiting, über Schwierigkeiten und Lösungsansätze bei der Personalgewinnung sowie Erwartungen an Absolventen der Generation Y.

Am 10. September fand im „Haus der Deutschen Wirtschaft“ in Moskau das OstContact-Breakfast zur Zukunft des Bildungs- und Personalwesens in Russland statt.  Foto: OWC

MOSKAU. In erster Linie habe sich das Tempo beschleunigt, betonte Andrey Krylow, Gründer des HR-Tech-Projekts „Skillaz“. Während es vor einigen Jahren bei der Kandidatensuche um Tage oder Stunden ging, handle es sich heute „um Minuten oder gar Sekunden“. Sein Unternehmen, das seit vier Jahren auf dem Markt ist, unterstützt Firmen bei der Suche, Bewertung und Einstellung geeigneter Mitarbeiter jeder Art und nutzt dafür künstliche Intelligenz.  „Wir arbeiten mit 350 Partneruniversitäten zusammen und haben jährlich über 21.000 Bewerbungen für rund 500 Praktikumsplätze“, sagte Julia Streltsova, Leiterin der Abteilung Employee Value Proposition der Sberbank. Mitarbeiter der Generation Y wollten aber mehr als nur einen sicheren Job. Sie verlangen auch Entwicklungsmöglichkeiten und Flexibilität.

Timur Nigmatullin vom Bildungsprojekt „Netologiya” befasste sich mit der richtigen Herangehensweise an Recruiting-Prozesse. Seiner Erfahrung nach würden Unternehmen oft den Fehler machen, den Weiterbildungsprozess von Mitarbeitern nicht konsequent zu begleiten. „Oft fehlt es an einer klaren Strategie, gezieltem Follow-up und guten Messmethoden“, sagt der Experte. Hier besteht vielerorts enormer Aufholbedarf. „Netologiya“ bildet Spezialisten für Internet-Marketing, Projektmanagement, Design, Interface-Design und Webentwicklung aus.