Kasachstan: Recyclinggebühr für importierte Landmaschinen

Kasachstan plant zur Förderung der Inlandsproduktion die Einführung einer Recyclinggebühr von bis zu zehn Prozent auf importierte Landmaschinen.

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NUR-SULTAN. Kasachstan plant noch in diesem Jahr die Einführung von Recyclinggebühren in Höhe von zehn Prozent des Kaufpreises für importierte Traktoren und acht Prozent bei Mähdreschern. Mit dieser Maßnahme sollen die Landwirte zum Kauf von einheimischen Produkten angeregt sowie der kasachische Exportmarkt gestärkt werden.

Da der Lokalisierungsgrad kasachischer Hersteller lediglich bei 30 bis 40 Prozent liegt und es bei hohem Landmaschinen-Bedarf an Know-how und Produktionskapazitäten im Land mangelt, ist Kasachstan auf ausländische Importe angewiesen. Die Preiserhöhung könnte sich auch auf die heimische Landtechnik auswirken, wenn lokale Hersteller mit den Preisen nachziehen.

Der landwirtschaftliche Sektor Kasachstans steht vor enormen Herausforderungen. Sollte der Staat verbesserte Bedingungen und transparente Lokalisierungsanforderungen schaffen, kann sich das Marktsegment künftig als interessant für ausländische Investoren erweisen. // Germany Trade & Invest