Neue Skripal-Sanktionen gegen Russland

Am 26. August trat das zweite antirussische Sanktionspaket der USA im Zuge des Skripal-Falls in Kraft.

Maltings, Salisbury / © Peter / Lizenz: CC BY 2.0 / Quelle: flickr

MOSKAU. Der Giftanschlag auf den ehemaligen russischen Doppelagenten Sergei Skripal hat weitere Folgen. Am vergangenen Montag trat das zweite von den USA in diesem Zusammenhang verhängte Sanktionspaket gegen Russland in Kraft. In dem US-Dokument werden internationale Finanzinstitute dazu aufgefordert, Russland keine Kredite zu gewähren. US-Banken wird zudem der Börsengang mit russischen Staatsanleihen in Rubel sowie die Kreditvergabe an den russischen Staat untersagt. Auch wurden im Zuge des neuen Pakets weitere Handelssanktionen für bestimmte Güter und Technologien verhängt.

Die Im- und Exportbeschränkungen, die sich unter anderem gegen die Verteidigungsindustrie richten, könnten sich wegen ungenauer Formulierungen jedoch auch negativ auf andere Industrieunternehmen auswirken, zum Beispiel die Automobilindustrie. Die russische Regierung plant deswegen die Erweiterung des Importsubstitutionsprogramms. Generell rechnen Experten aber nur mit geringen Auswirkungen der neuen Sanktionen auf russische Unternehmen. // Kommersant