Grafik der Woche: Russland – Nicht ausgeschöpftes Qualifikationspotenzial

Laut einer Analyse der Boston Consulting Group (BCG) sind 17 Prozent der russischen Arbeitnehmer hoch qualifiziert, 48 Prozent weisen eine durchschnittliche Qualifikation auf und 35 Prozent haben eine niedrige Qualifikation. Dagegen liegt der Anteil an hoch qualifiziertem Personal in Deutschland bei knapp 30 Prozent, in Großbritannien ist er mit 45 Prozent sogar fast dreimal so hoch wie in Russland.

Trotz der starken Sekundar- und Hochschulausbildung in Russland fühlen sich die Menschen auf dem Arbeitsmarkt unsicher und suchen im Schnitt 7,8 Monate nach einer Anstellung. Dies ist laut Experten auf mangelnde Transparenz und geringe Mobilität auf dem Arbeitsmarkt zurückzuführen.

Die BCG weist darauf hin, dass in Russland das Interesse nach Selbstfindung und -studium nach dem Schulabschluss unter dem globalen Durchschnitt liege. Während das Bewusstsein für eine gesteigerte Verantwortung für Weiterbildung und Karriere geschaffen werden sollte, sollten die  Arbeitsmarktbedingungen verbessert werden.