Grafik der Woche: Sanierungsbedarf bei Russlands Straßen

Quelle: Nationales Projekt „Sichere und qualitativ hochwertige Straßen“ / eigene Darstellung

Russlands Straßen sind in einem schlechten Zustand. Derzeit genügen gerade mal 44 Prozent der regionalen und kommunalen Straßen den staatlichen Sicherheits- und Qualitätsanforderungen. Vor diesem Hintergrund hat der russische Ministerpräsident Dmitrij Medwedew Fördermittel in Höhe von umgerechnet rund 540 Millionen Euro für die Instandsetzung des regionalen Straßennetzes in Russland genehmigt. Ziel ist es, dass im Zuge des nationalen Projekts „Sichere und qualitativ hochwertige Straßen“ bis 2024 der Anteil auf über 50 Prozent steigt. In insgesamt 74 Regionen sollen die Mittel, von denen etwa 65 Millionen Euro aus dem Bundesstraßenfonds kommen, in Großprojekte zur Aufwertung der Infrastruktur investiert werden.

Medwedew hatte im vergangenen Jahr die Rolle des Straßenausbaus als bedeutend für die Gewinnung von Investitionen sowie für die Entwicklung der regionalen Wirtschaft bezeichnet. Die Sanierung und nachhaltige Instandhaltung der Straßen soll zur generellen Aufwertung der Regionen beitragen.

Im internationalen Straßenqualitätsvergleich des World Economic Forums (2018) erreicht Russland lediglich Platz 104 von 140. Deutschland belegt Rang 19, Spitzenreiter ist Singapur. // Izvestia, Interfax, World Economic Forum