SPIK-Antrag von Siemens-Joint-Venture abgelehnt

Siemens-Antrag auf einen SPIK scheitert vorerst an gesetzlichen Änderungen.

Das Bild zeigt eine offene SST-800-Dampfturbine in der Endmontage in Görlitz. In Kuwait steigert ein Turbosatz, bestehend aus einer SST-800 und einer SST-500, die Leistung der Anlage Az Zour South 3 um 263 Megawatt. Foto: © 2019 Siemens Internet

MOSKAU. Das russische Ministerium für Industrie und Handel hat den Antrag zum Abschluss eines Sonderinvestitionsvertrages (SPIK) des Joint Ventures Siemens Gas Turbine Technologies abgelehnt. Nach einem Gerichtsverfahren in Zusammenhang mit sanktionierten Turbinenlieferungen auf die Halbinsel Krim hatte der Hersteller die Lokalisierung seiner Turbinenproduktion in Russland angestrebt.

Grund für die Ablehnung ist eine Änderung des Gesetzes über die Industriepolitik, die Anfang August erlassen wurde. Diese verlagert den Fokus des SPIK auf Investitionen in fortschrittliche Technologien auf Grundlage einer Produktliste, die Gasturbinen zwar voraussichtlich beinhalten wird, bis dato aber noch nicht von der Regierung genehmigt worden ist. Zusätzlich hat die russische Regierung Ende Juli den Zugang zum Gasturbinenmarkt für ausländische Hersteller beschränkt: Das Auslandskapital darf 50 Prozent nicht übersteigen, wenn die Turbine den Status „Made in Russia“ erhalten soll. Siemens hält 65 Prozent der Firmenanteile, der russische Partner Power Machines 35 Prozent. Um von staatlichen Vorteilen profitieren zu können, muss Siemens seine Mehrheit im Joint Venture abtreten. // Vedomosti, Prime