Diversifizierung von Monostädten geplant

Moskau will rund 800 Millionen Euro in sogenannte Monostädte investieren. Anleger können von vergünstigten Bedingungen profitieren.

Der Produktionskomplex der Autofabrik AwtoWAS. Foto © Alexxx Malev / flickr.com

MOSKAU. Zurzeit gibt es Russland über 300 Monostädte – das sind Städte, die von einem einzigen Unternehmen beziehungsweise einem einzelnen Wirtschaftszweig abhängig sind. Um die Wirtschaftsstruktur zu diversifizieren, will die russische Regierung neue Maßnahmen ergreifen. Unter anderem sollen in den nächsten fünf Jahren staatliche Haushaltsmittel in Höhe von umgerechnet rund 800 Millionen Euro in Umstrukturierungsmaßnahmen investiert werden.

Neben Mitteln aus dem föderalen Budget hofft die Regierung auch auf private Investitionen von über zwei Milliarden Euro. Investoren, die zur Schaffung von mindestens 30 neuen Arbeitsplätzen beitragen, mindestens 20 Millionen Rubel (umgerechnet rund 285.000 Euro) investieren und nicht mit dem jeweilig vorherrschenden Industriezweig zusammenhängen, können von den eingerichteten Sonderentwicklungsgebieten profitieren. Sie erhalten unter anderem zinslose Kredite oder die Erstattung der Investitionssumme durch Verrechnung mit der Gewinn- und Umsatzsteuer. Zu beachten ist, dass bestimmte Branchen – darunter der Groß- und Einzelhandel, Immobilien oder Transportdienste –  von vornherein von der Förderung ausgeschlossen sind. // GTAI