Chemiesektor wird lokalisiert – geplante Änderungen zu Verordnung Nr. 719

Die Verordnung Nr. 719 „Über die Bestätigung einer Industrieproduktion in der Russischen Föderation“, die bestimmte Kriterien zur Erlangung des Status „Made in Russia“ definiert, soll auf Wunsch des russischen Industrieministeriums auch auf die chemische und petrochemische Industrie ausgeweitet werden. Betroffen sind kleintonnagige Erzeugnisse, Dünge- und Pflanzenschutzmittel, Kleb- und Dichtungsstoffe, Gummireifen, Kunstfaser und Plastikprodukte.

Die Lokalisierungsvorschriften sehen vor, dass mehrere oder alle Produktionsprozesse im Inland durchgeführt werden. Unternehmen, die diese Verordnung umsetzen, profitieren von Steuervergünstigungen und dem Zugang zu öffentlichen Ausschreibungen. Zudem sollen die Hersteller an einem neuen Mechanismus zur Exportförderung teilnehmen, dem „Programm für internationale Wettbewerbsfähigkeit“ (KPMK), das vergünstigte Kredite für Exportprojekte gewährt.