Kohlerevier Kusbass wächst

Das Kusnezker Becken will den Kohleabbau bis 2035 auf 370 Millionen Tonnen steigern und dabei auf umweltschonendere Technologien umsteigen.

Das Kusnezker Becken will den Kohleabbau bis 2035 auf 370 Millionen Tonnen steigern und dabei auf umweltschonendere Technologien umsteigen. Foto: iStock © fotolinchen

MOSKAU. Das in der russischen Oblast Kemerowo gelegene Steinkohlerevier Kusbass (Kusnezker Becken) will seinen Kohleabbau ausbauen und gleichzeitig unter dem Motto „saubere Kohle – grüner Kusbass“ umweltfreundlicher agieren. Im wichtigsten Kohlerevier Russlands wurden im vergangenen Jahr rund 241 Millionen Tonnen Kohle abgebaut. Bis 2035 soll diese Menge auf 370 Millionen Tonnen gesteigert werden.

Ansässige Kohleunternehmen investieren im Zuge dessen nicht nur in erweiterte Förderungsanlagen, sondern auch in die Automatisierung und Modernisierung von Maschinen und Technologien. Hierbei wird auch auf deutsche Lieferanten gesetzt: So soll sich der hessische Konzern Enviro Chemie am geplanten Bau einer Wasseraufbereitungsanlage im Bergbaukombinat in Leninsk-Kusnezkij des Konzerns SUEK-Kusbass beteiligen. Auch Siemens hat mit der Industrie- und Handelskammer (IHK) des Kusbass einen Vertrag über die Bereitstellung energiesparender Technologien zur Förderung und Verarbeitung von Rohstoffen geschlossen.

Der expandierende Kohlesektor birgt somit gute Marktchancen für europäische Hersteller von Bergbau-, Filter- und Reinigungstechnologien. // GTAI