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Russlands Online-Handel boomt

Bis 2024 soll sich der digitalisierte Handel in Russland auf 38 Milliarden Euro verdoppeln – das erfordert neue Logistikkapazitäten und bietet Chancen für Händler.

Bis 2024 soll sich der digitalisierte Handel in Russland auf 38 Milliarden Euro verdoppeln – das erfordert neue Logistikkapazitäten und bietet Chancen für Händler. Foto: John Schnobrich on Unsplash

MOSKAU. Der Online-Handel in Russland explodiert förmlich. Der Umsatz durch E-Commerce stieg im Jahr 2018 um ein Fünftel auf rund 15,5 Milliarden Euro an, Prognosen sagen bis 2024 einen Anstieg auf 38 Milliarden Euro voraus. Rund 290 Millionen Online-Bestellungen tätigten die Russen im vergangenen Jahr trotz schwächelnder Wirtschaft und sinkender Realeinkommen. Besonders Lebensmittellieferungen gewinnen rasant an Popularität.

Der wachsende digitalisierte Markt erfordert zugleich eine Optimierung der Logistikinfrastruktur. Vor allem fehlende Kapazitäten bremsen derzeit das Wachstum. Führende Online-Händler sowie die Russische Post investieren deshalb landesweit in Lagerhallen, Verteilzentren und Packstationen. So plant beispielsweise der US-amerikanische Konzern Procter & Gamble den Bau eines Logistikzentrums im Wert von rund 35 Millionen Euro in Neu-Moskau. Auch der Modehändler Lamoda, der zur schwedisch-deutschen Global Fashion Group gehört, will sich in der Region Moskau neue Lagerkapazitäten sichern.

Der blühende E-Commerce bietet wachsende Absatzchancen für Logistikunternehmen, Speditionen sowie Technologieunternehmen. Auch Einzelhändler können von der starken Konsumnachfrage in Russland profitieren. // GTAI, Data Insight, Gaidar-Institut