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Wachsende deutsche Firmenpräsenz jenseits des Polarkreises

Die Rohstoff- und Energieindustrie in der Region Murmansk blüht. Auch deutsche Unternehmen profitieren.

Die Rohstoff- und Energieindustrie in der Region Murmansk blüht. Foto: iStock © Pro-syanov

MURMANSK.  Das russische Rohstoffunternehmen PhosAgro, das auf der Halbinsel Kola die Minerale Apatit und Nephelin in der Region Murmansk abbaut,  hat in den vergangenen fünf Jahren rund 2,7 Milliarden Euro in neue Maschinen und Ausrüstung investiert. Hierbei kamen deutsche Unternehmen maßgeblich zum Zuge:  GHH Fahrzeuge, Schalker Eisenhütte und die Hermann Paus Maschinenfabrik liefern jährlich rund 30 Bergwerks- und Tunnelbaugeräte; in der Erzaufbereitung kommt Maschinerie des Osnabrücker Herstellers Herzog zum Einsatz. Auch in Anlagen von thyssenkrupp investierte PhosAgro circa 70 Millionen Euro. Noch in diesem Jahr soll der Abbau von Apatit auf 10,5 Millionen Tonnen erhöht werden.

Weitere russische und internationale Großkonzerne wie Norilsk Nickel, Severstal oder Enel planen den Ausbau der Rohstoffförderung und Energiegewinnung. Trotz der zunehmenden chinesischen Konkurrenz im Wettbewerb stellt das Gebiet einen interessanten Standort für deutsche Lieferanten dar. // GTAI