Siemens treibt Lokalisierung in Russland voran

Siemens-Joint-Venture will Hochleistungsturbinenproduktion in Russland lokalisieren.

Siemens-Joint-Venture will Hochleistungsturbinenproduktion in Russland lokalisieren. Foto: © 2019 Siemens

MOSKAU. Siemens Gas Technology Turbines hat beim russischen Ministerium für Industrie und Handel den Antrag auf einen Sonderinvestitionsvertrag (SPIK) zur Lokalisierung der Produktion von Hochleistungsturbinen in Russland gestellt. Das Joint Venture der deutschen Firma und des russischen Konzerns Power Machines sieht einen Lokalisierungsgrad bei SGT-2000E-Turbinen von mindestens 90 Prozent bis zum Jahr 2023 vor. Dieses neue Produktionssegment soll zur Modernisierung des russischen Energiesektors beitragen und damit das Exportpotenzial Russlands stärken.

Im Rahmen des SPIK wird das Joint Venture verstärkt auf lokale russische Zulieferer zurückgreifen: Die wichtigsten Elemente der Turbinen werden von russischen Unternehmen produziert. Hierzu laufen bereits Verhandlungen unter anderem mit UEC Saturn und Metallist Samara. 2017 stand Siemens im Zuge von Turbinenlieferungen auf die Krim aufgrund eines Verstoßes gegen EU-Sanktionen vor Gericht – eine lokalisierte Produktion beugt derartigen Fällen vor. // Siemens, Interfax