Österreichischer Neuzugang bei der RZD

Der frühere österreichische Bundeskanzler Christian Kern wurde in den Aufsichtsrat der russischen Staatsbahn RZD berufen.

SPÖ-Chef Christian Kern erläutert im Rahmen einer Pressekonferenz die Positionen der SPÖ zu den aktuellen Vorhaben der Bundesregierung. Foto: SPÖ Presse und Kommunikation / Lizenz: CC BY-SA 2.0 / Quelle: flickr

MOSKAU. Der ehemalige  österreichische Bundeskanzler Christian Kern (2016-2017) ist jetzt Aufsichtsrat der staatlichen russischen Bahngesellschaft RZD. Der 53-Jährige stand bereits an der Spitze der Österreichischen Bundesbahnen und genießt deswegen hohe Anerkennung in der russischen Branche. Im Aufsichtsrat war schon Ex-Bahnchef Hartmut Mehdorn vertreten.

Die gute Beziehung zu Russland basiert allerding nicht nur auf fachlichem Know-how, sondern auch auf der Russland-Initiative Kerns. Im Jahr 2017 äußerte sich der damalige österreichische Bundeskanzler auf dem Wirtschafsforum in St. Petersburg kritisch zu den im Zuge der Krim-Krise von der EU gegenüber Russland verhängten Sanktionen. Er beteiligte sich an der Einrichtung des österreichisch-russischen  Forums Sotschi-Dialog zur Stärkung der bilateralen Beziehungen beider Länder. // FAZ