Grafik der Woche: Boost für Afrikahandel

Quelle: GTAI / eigene Darstellung

Das Russische Exportzentrum und die Afrikanische Export-Import-Bank wollen das Absatzpotenzial des afrikanischen Marktes für Russland vermehrt ausschöpfen und starteten hierzu eine Afrika-Initiative. Im Jahr 2018 stiegen die Ausfuhren im Vergleich zum Vorjahr bereits um rund 17 Prozent auf knapp 18 Milliarden Euro. Durch die Stimulierung des Marktes soll der Handel mittelfristig verdreifacht werden. Die größten afrikanischen Exportpartner Russlands sind Ägypten, Algerien, Marokko, Tunesien und Nigeria.

Russland plant nicht nur die Verhandlung eines Freihandelsabkommens zwischen seinem derzeit wichtigsten Partnerland Ägypten und der Eurasischen Wirtschaftsunion, sondern will zudem den Dialog mit den 55 Ländern der Afrikanischen Union verstärken. Des Weiteren investiert Russland gezielt in den industriellen Sektor und fördert beispielsweise den Bergbau sowie den Infrastrukturausbau in verschiedenen afrikanischen Staaten – unter anderem in Simbabwe und Ägypten.  Zahlreiche russische Unternehmen kündigten bereits ihre Niederlassung in neu geplanten afrikanischen Industriezonen an, darunter das Metallurgieunternehmen Metprom und der Nutzfahrzeughersteller KamAZ.