Russischer Kohlesektor leidet unter Niedrigpreisen in Europa

MOSKAU. Zwischen 2015 und 2018 konnte der russische Rohstoffsektor aufgrund einer gestiegenen Kohle-Nachfrage aus Europa und Asien ein stetiges Wachstum verzeichnen. In diesem Zeitraum stiegen die russischen Exporte um knapp 35 Prozent auf rund 210 Millionen Tonnen.

Zwischen 2015 und 2018 konnte der russische Rohstoffsektor aufgrund einer gestiegenen Kohle-Nachfrage aus Europa und Asien ein stetiges Wachstum verzeichnen. Foto: iStock © stroblowski

Jedoch fiel Ende 2018 der Kohlepreis in Europa aufgrund der Hinwendung zu erneuerbaren Energien und stärkerer Nutzung von Erdgas auf unter 45 Euro pro Tonne – der niedrigste Stand seit dem Jahr 2016, wie die Tageszeitung Kommersant berichtet. Nicht nur die Kohleexporteure, sondern auch die Russische Eisenbahn leiden unter dem Preisrückgang: Der Kohletransport war ein wichtiger Wachstumsfaktor des Güterverkehrs. Russische Produzenten setzen infolge des Preissturzes nun verstärkt auf den asiatischen Markt.