Experten kritisieren Infrastrukturpläne der russischen Regierung

MOSKAU. Die Mai-Dekrete des russischen Präsidenten Wladimir Putin sehen einen staatlichen Zuschuss von knapp 200 Milliarden Euro für den Ausbau der Infrastruktur vor. Experten stehen den Vorhaben jedoch kritisch gegenüber, berichtet die Tageszeitung Vedomosti.

Die Mai-Dekrete des russischen Präsidenten Wladimir Putin sehen einen staatlichen Zuschuss von knapp 200 Milliarden Euro für den Ausbau der Infrastruktur vor.  Foto: iStock © NickolayV

Viele Zielprojekte seien nicht konkret genug oder nicht hinreichend entwickelt. Darüber hinaus würden kommunale und regionale Initiativen nicht ausreichend berücksichtigt. Analysten des Investment-Unternehmens InfraONe haben eine Übersicht mit 160 Projekten erstellt, für die sie in naher Zukunft ein Umsetzungspotenzial sehen. Doch selbst von diesen Projekten sei momentan lediglich ein Viertel unmittelbar ausführbar. Realistische Chancen für eine zeitnahe Umsetzung bescheinigen die Experten beispielsweise dem Bau der Brücke nach Sachalin, der Autobahn Moskau-Kasan sowie Projekten im Seehafen Taman.