Russland an Aufnahme in INSTEX interessiert

MOSKAU. Russland ist im Gespräch mit europäischen Partnern, um in den von drei EU-Mitgliedern geschaffenen Finanzmechanismus mit dem Iran, „INSTEX“, aufgenommen zu werden. Das sagte der ständige Vertreter Russlands bei der Europäischen Union, Wladimir Tschischow, der russischen Nachrichtenagentur Interfax.

Wladimir Tschischow. Foto: Franziska Kafka / Lizenz: CC BY-SA 3.0 / Quelle: Wikipedia

Die Zweckgesellschaft INSTEX, die wie eine Tauschbörse fungieren soll, wurde im Januar von Großbritannien, Frankreich und Deutschland eingerichtet, um den Handel mit dem Iran unter US-Sanktionen zu ermöglichen. Laut Experten kann INSTEX nur funktionieren, wenn die Handelsbilanz zwischen Iran und den Partnern ausgeglichen ist. Daher müssten auch Drittländer, die einen größeren Außenhandel mit dem Iran haben, in den Prozess einbezogen werden.

Die Motivation Russlands, sich an INSTEX zu beteiligen, könnte aber nicht nur in den Beziehungen des Landes zum Iran begründet sein. Moskau hat auch ein eigenes Interesse daran, dass diese Zweckgesellschaft funktionsfähig wird. Denn damit könnte auch die russische Wirtschaft, die ebenfalls unter einigen US-Sanktionen steht, in Zukunft von INSTEX profitieren.