Deutsche Exporte in den Iran gehen um 50 Prozent zurück

BERLIN. Nach Angaben des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) ist von den ursprünglich 120 deutschen Unternehmen, die im Iran eine eigene Niederlassung hatten, inzwischen nur noch fast die Hälfte dort aktiv.

Quelle: destatis / eigene Darstellung

DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier sagte der Deutschen Presse-Agentur, dass die deutschen Exporte in den Iran von Januar bis März 2019 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 50 Prozent auf nur noch rund 339 Millionen Euro gesunken sind. Gleichzeitig gingen die iranischen Ausfuhren nach Deutschland um fast 42 Prozent auf 60 Millionen Euro zurück.

Damit sei das Volumen der deutschen Exporte in den Iran in den ersten drei Monaten dieses Jahres vergleichbar mit dem Volumen der deutschen Ausfuhren nach Weißrussland und Kasachstan, so der DIHK.

„Die wirtschaftliche Situation ist delikat und alles andere als ermutigend für die deutschen Unternehmen“, sagte Treier. „Die US-Sanktionen wirken auf die Wirtschaftsbeziehungen wie ein Vollembargo, weil der Finanzsektor betroffen ist.“