Abfallwirtschaft Russlands gewinnt an Bedeutung

MOSKAU. Russlands Umweltministerium plant Änderungen am „Gesetz über Produktions- und Verbrauchsabfälle“. Die Pläne sehen die Einführung eines einheitlichen digitalen Informationssystems zur Erfassung von Siedlungsabfällen vor.

Russlands Umweltministerium plant Änderungen am „Gesetz über Produktions- und Verbrauchsabfälle“. Foto: iStock © Sergei Dubrovskii

Für die Entwicklung des Systems soll nach Vorstellung des Ministeriums die staatliche Institution „Rossijskij Ekologitscheskij Operator“ (Betreiber des föderalen Systems für den Umgang mit Siedlungsabfällen) zuständig sein. Wie das Onlineportal solidwaste.ru berichtet, sollen mit Hilfe einer Datenbank formale Regulierungen der Abfallentsorgung durch produzierende Unternehmen festgelegt und deren Einhaltung sichergestellt werden.

Zu den großen Herausforderungen, denen sich Russland stellen muss, zählen veraltete oder fehlende Verwertungstechnologien und die viel zu niedrigen Abfallgebühren. Dazu kommt, dass es in den meisten Regionen noch keine Mülltrennung gibt. All das führt vielerorts zu einer immer größeren Umwelt- und Gesundheitsbelastung. Daher gewinnt die Entsorgungswirtschaft in Russland stetig an Relevanz; der Bedarf an Know-how und Technologien ist groß.