Visumantrag nur noch online möglich

BERLIN. Seit dem 10. Mai 2019 greifen wesentliche Neuerungen beim Beantragen eines Visums für China. Das Antragsformular aus dem Jahr 2013 ist nicht mehr gültig.

Seit dem 10. Mai 2019 greifen wesentliche Neuerungen beim Beantragen eines Visums für China. Foto: iStock © Toa55

Der Visumantrag kann nur noch online gestellt werden, ein biometrisches Passfoto ist hochzuladen. Ist die Online-Beantragung abgeschlossen, muss der Antrag ausgedruckt und unterschrieben eingereicht werden. Neu hinzugekommen sind im China-Visumantrag unter anderem Fragestellungen zur Arbeitssituation, zur Familie, Mitreisenden, vorherigen Reisen und Reisedokumenten sowie Militärdiensten. Vor allem zur Arbeitssituation müssen deutlich mehr Angaben als bisher gemacht werden. So wird nicht nur der aktuelle Arbeitgeber abgefragt, sondern auch das Jahreseinkommen sowie Angaben zu früheren Beschäftigungen. Nähere Angaben sind auch zur Familie zu machen, vor allem im Hinblick auf die Beziehungen zu China.

Zeitgleich mit Einführung des neuen China-Visum-Online-Formulars wurde die „Same Day“-Bearbeitung eingestellt. Das betrifft alle Visatypen. Bisher war es möglich, innerhalb eines Tages ein Visum für China mit entsprechendem Aufpreis zu erhalten. Diese Option gibt es nicht mehr. Nur für Geschäftsvisa besteht weiterhin die Möglichkeit, eine Express-Variante zu wählen. Geht der Visumantrag vor 11 Uhr im Chinese Visa Application Service Center ein, ist das Visum am kommenden Werktag um 14 Uhr abholbereit.

Touristen- und Angehörigenvisa können künftig mit einer Vorlaufzeit von drei Werktagen bearbeitet werden, für alle weiteren gilt eine Bearbeitungszeit von vier Werktagen an den Visastellen. Reisende mit einem ausländischen Pass müssen sich unabhängig vom Visa-Typ auf eine Dauer von vier Werktagen bis zur Ausstellung des Visums einrichten.