Ørsted baut Offshore-Windfarm in Taiwan

HAMBURG. Der in Fredericia/Dänemark ansässige Windfarmentwickler und -betreiber Ørsted investiert in den Bau einer Offshore-Windfarm in Taiwan.

Der in Fredericia/Dänemark ansässige Windfarmentwickler und -betreiber Ørsted investiert in den Bau einer Offshore-Windfarm in Taiwan. Foto: Ørsted

Das teilte das Management Ende April dieses Jahres mit, nachdem Taiwans Wirtschaftsministerium den Umsetzungsplänen des Unternehmens zugestimmt hatte. Zudem unterzeichnete Ørsted einen Stromabnahmevertrag mit Taiwans Energieversorger Taipower auf Basis der im Januar 2019 bekanntgegebenen Einspeisetarife. Die Windfarmen Changhua 1 und 2a werden im Zeitraum 2021 bis 2022 rund 35 bis 50 Kilometer vor der Küste des Landkreises Changhua gebaut. Bereits im Mai sollte mit den ersten Arbeiten an Land begonnen werden. Nach Fertigstellung beträgt die installierte Kapazität 900 Megawatt – damit können etwa eine Million Haushalte in Taiwan mit Strom aus Windkraft versorgt werden. Matthias Bausenwein, Präsident von Ørsted Asia Pacific und Vorsitzender von Ørsted Taiwan, betonte, dass es sich bei Changhua 1 und 2a um die erste Anlage handelt, die Taiwans Lokalisierungsanforderungen in der Windkraftindustrie entspricht. Zudem wurde Ørsted im Juni 2018 die Baugenehmigung für einen weiteren 920-Megawatt-Windpark erteilt. Die endgültige Investitionsentscheidung zu den Projekten Changhua 2b und 4, die im Jahr 2025 umgesetzt werden sollen, trifft das Ørsted-Management im Jahr 2023.

Taiwan wird bis 2025 den Anteil von erneuerbaren Energien am Strommix von derzeit knapp fünf Prozent auf dann 20 Prozent nach oben schrauben. Die Bedeutung von Strom aus Atomkraft soll deutlich abnehmen, der Anteil von Gas als Energieträger hingegen von derzeit rund 35 Prozent auf 50 Prozent zulegen, schreibt die GTAI in ihrem Anfang Mai 2019 veröffentlichten Branchenreport. Gute Geschäftschancen für deutsche Firmen sehen die Fachleute der Außenwirtschaftsagentur vor allem im Rahmen des geplanten Ausbaus von Offshore-Windenenergie sowie von großen Solarprojekten. Auch der anstehende Rückbau von Atomkraftwerken kann künftig interessante Kooperations- und Lieferchancen bieten.