Neue Runde im Handelsstreit zwischen USA und China

PEKING/WASHINGTON. Mit der Ankündigung, Zölle auf amerikanische Waren in Höhe von 60 Milliarden US-Dollar zum 1. Juni dieses Jahres zu erheben, hat China auf die von den USA verhängte Erhöhung bereits bestehender Strafzollsätze von zehn auf 25 Prozent reagiert, die seit dem 10. Mai in Kraft ist.

Mit der Ankündigung, Zölle auf amerikanische Waren in Höhe von 60 Milliarden US-Dollar zum 1. Juni dieses Jahres zu erheben, hat China auf die von den USA verhängte Erhöhung bereits bestehender Strafzollsätze von zehn auf 25 Prozent reagiert, die seit dem 10. Mai in Kraft ist. Foto: Official White House Photo by Joyce N. Boghosian

Die Zolltarifkommission des Staatsrates definierte rund 5.000 Produkte wie Lebensmittel, Chemikalien und Autoteile für die dann ab Juni Strafzölle fällig werden. Zollbefreiungsanträge für einen Teil der qualifizierten US-Importe seien möglich hieß es. Für den Rest der US-Importe bleibt der Zollsatz laut Zolltarifkommission des Staatsrates bei fünf Prozent.

Seit dem vergangenen Sommer befinden sich die zwei Wirtschaftsmächte in einem Handelskonflikt. Die USA hatten Strafzölle auf Waren aus China in zwei Schritten verhängt. Zunächst wurden 25 Prozent auf chinesische Einfuhren in Höhe von 50 Milliarden US-Dollar fällig. Im September 2018 folgten dann zehn Prozent auf chinesische Einfuhren in Höhe von 200 Milliarden US-Dollar – für diese Tranche wurde jetzt der Zollsatz erhöht. 2018 hatten die USA Waren im Wert von 120 Milliarden US-Dollar nach China exportiert, die mittlerweile mit „Gegenzöllen“ belegt sind. China lieferte Waren für 539 Milliarden US-Dollar in die USA. Trump kündigte an, nun auch für das restliche, noch nicht mit Strafzöllen belegte Einfuhrvolumen eine 25-prozentige Zollerhöhung vorbereiten zu lassen.

Die bilateralen Gespräche zur Beilegung des Handelsstreits – das letzte Treffen fand am 9. und 10. Mai in Washington statt – waren bisher nicht erfolgreich. Diskutiert wurden die Inhalte der nächsten Verhandlungsrunde in Peking, für die aber noch kein Termin genannt wurde. Zumindest will Präsident Trump mit Chinas Staatspräsident Xi Jining am Rande des G20-Gipfels zusammentreffen, der Ende Juni in Osaka stattfindet.