2. BRI-Gipfel: Vereinbarungen über 64 Milliarden US-Dollar

PEKING. Auf der Seidenstraßen-Konferenz Ende April in Peking wurden Vereinbarungen über 64 Milliarden US-Dollar unterzeichnet. Die umgerechnet etwa 57 Milliarden Euro fließen in Infrastrukturprojekte und den Bau von Wirtschaftskorridoren zwischen China und anderen Teilen der Welt.

Auf der Seidenstraßen-Konferenz Ende April in Peking wurden Vereinbarungen über 64 Milliarden US-Dollar unterzeichnet. Foto: kremlin.ru

Am zweiten Belt and Road Forum nahmen Vertreter aus über 100 Ländern teil, darunter knapp 40 Staats- und Regierungschefs. Indien und die USA waren nicht vertreten. Zum Abschluss des Treffens sagte Präsident Xi Jinping, China wolle künftig bei der Umsetzung von Seidenstraßen-Projekten mehr mit internationalen Institutionen kooperieren. Auch sollen Unternehmen aktiver eingebunden und Projekte marktorientiert umgesetzt werden. Die Angaben zur Anzahl der Länder, die mit China entsprechende Absichtserklärungen über eine Zusammenarbeit im Rahmen der Belt and Road Initiative unterzeichnet haben, variieren. Das chinesische Außenministerium gibt 125 Länder sowie 29 internationale Organisationen an (Stand: April 2019), andere Quellen sprechen von 70 Vereinbarungen. Nur wenige deutsche Unternehmen sind bisher direkt in BRI-Projekte involviert. Das zeigen die Ergebnisse von Umfragen des VDMA und der AHK China. Für das Grow deutscher Unternehmen sind BRI- Projekte bisher nicht relevant oder passen nicht ins Portfolio. Zudem werden unzureichende Informationen zu den Projekten bemängelt und die Intransparenz bei Ausschreibung und Auftragsvergabe.