Trump verhängt neue Sanktionen gegen iranische Metallbranche

WASHINGTON/PEKING. Die USA haben neue Sanktionen gegen den iranischen Bergbau- und Stahlsektor verhängt. Präsident Donald Trump unterzeichnete ein Präsidentendekret, das den Import von Stahl, Aluminium, Kupfer und Eisen aus Iran unter Strafe stellt. Dadurch solle verhindert werden, dass Iran aus dem Verkauf der Metalle Gewinne erwirtschaftet.

Foto: Donald Trump @ U.S. Air National Guard photo by Master Sgt. Phil Speck

Laut Experten wird aber der Arbeitsmarkt Irans zunehmend von diesen Sanktionen betroffen sein. Denn die Deviseneinnahmen durch den Export von Metallen sind begrenzt. Nur ein Drittel des iranischen Stahls wird exportiert. Die Metall- und Bergbauindustrie beschäftigt aber direkt mehr als 600.000 Menschen und weitere eine Million sind im Automobilsektor tätig. Das sind etwa sechs Prozent der gesamten erwerbstätigen Bevölkerung.

China lehnt die Sanktionen ab

In einer ersten Reaktion hat China die einseitigen US-Sanktionen gegen Iran abgelehnt. Der Iran und China seien wichtige Handelspartner, und China werde die Rechte seiner Unternehmen verteidigen, sagte der Sprecher des chinesischen Handelsministeriums, Gao Feng, laut Reuters am Donnerstag vor Journalisten.

Irans Präsident Hassan Rouhani hatte am Mittwoch, dem Jahrestag des einseitigen Ausstiegs der Amerikaner aus dem Atomdeal, einen Teilausstieg aus dem Atomabkommen verkündet und den Vertragspartnern ein 60-tägiges Ultimatum gestellt, um die iranischen Ölexporte trotz US-Sanktionen sicherzustellen. Die iranische Regierung hat zugleich betont, dass sie nicht vor hat, aus dem Atomabkommen auszusteigen.