Iran will Öl auf dem „Graumarkt“ verkaufen

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TEHERAN. Iran beabsichtigt, Erdöl auf einem „grauen Markt“ zu verkaufen, um dadurch US-Sanktionen zu umgehen. Laut dem stellvertretenden iranischen Ölminister Amir Hossein Zamaninia will das Land am Persischen Golf, den „grauen Markt“ für den Erdölexport zu nutzen, ohne weitere Details genauer zu erläutern.

Gegenüber der iranischen staatlichen Nachrichtenagentur IRNA erklärte Zamaninia, dass „graue“ Ölverkäufe keineswegs Betrug seien und bezeichnete solche Maßnahmen als „Antwort auf die US-Sanktionen“, die Teheran als „unfair und illegitim“ erachte.

Bei früheren Sanktionen soll der Iran Erdöl über den Umweg privater Unternehmen verkauft und den Rohstoff zu massiven Preisabschlägen angeboten haben. Zamaninia sagte gegenüber IRNA: „Wenn wir ausreichend Rabatt gewähren, können wir sogar an Trump Öl verkaufen!“

Im vergangenen November hatten die USA für acht Länder Ausnahmeregelungen bis zum 2. Mai 2019 erteilt, die diesen Ländern erlaubten, eine bestimmte Menge iranischen Erdöls zu importieren. Diese Ausnahmegenehmigungen wurden allerdings nicht mehr verlängert. Die US-Regierung hat vor, die iranischen Erdölexporte komplett zu unterbinden. Das iranische Ölministerium hat immer wieder betont, dass es unmöglich sei, die Ölexporte auf null zu senken. Experten gehen davon aus, dass die iranischen Ölexporte zwar drastisch zurückgehen werden, dass es aber dennoch trotzdem weiterhin für die Iraner möglich sein sollte, bis zu 500.000 Barrels pro Tag zu exportieren.