Iran Oil Show im Schatten der US-Sanktionen

Der deutsche Gemeinschaftsstand auf der Ölmesse in Teheran / Foto: ©Amir Alizadeh-owc

TEHERAN. In Iran ging am Samstag, 4. Mai, die jährlich stattfindende Internationale Öl- und Gasmesse „Iran Oil Show“, die bereits zum 24. Mal in Teheran veranstaltet wurde, zu Ende. Wie erwartet stand die diesjährige Messe im Schatten der US-Sanktionen, insbesondere der Öl-Sanktionen, die Ende April noch einmal verschärft worden waren.

Die Iran Oil Show, die größte Ölmesse im Mittleren Osten, war am Mittwoch, den 1. Mai, in der Hauptstadt Teheran eröffnet worden.

Rund 1.150 lokale und ausländische Unternehmen aus 21 Ländern nahmen daran teil, darunter Aserbaidschan, Spanien, Deutschland, Österreich, Großbritannien, Italien, die Türkei, China, Russland, die Niederlande, die Ukraine und andere. Das waren 30 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Viele ausländische Unternehmen hatten sich entschieden, wegen der US-Sanktionen nicht an der diesjährigen Veranstaltung teilzunehmen. Auch die deutschen und die österreichischen Gemeinschaftsstände fielen viel kleiner aus als in den letzten Jahren. Auf dem deutschen Pavillon waren lediglich zehn Firmen vertreten. Im Jahr 2017 waren es noch über 130 Unternehmen.

Ein Vertreter einer deutschen Firma sagte gegenüber owc.de, das Ergebnis verschärfter Sanktionen sei unvorhersehbar, und das einzige was man tun könnte, sei abzuwarten, die Situation so zu betrachten, wie sie ist, und das Beste daraus zu machen.

Warnung an OPEC

Der iranische Ölminister Bijan Zanganeh – Foto: Author: Hamed Malekpour / Lizenz: Creative Commons Attribution 4.0 International / Quelle: wikimedia

Der iranische Ölminister Bijan Zanganeh sagte auf der Expo, dass die Vereinigten Staaten hoffen, die Ölexporte von Iran auf null zu reduzieren, aber es werde ihnen nicht gelingen. Er warnte zudem, dass die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) vom Zusammenbruch bedroht sei, da einige Nationen versuchten, ihre Mitstreiter zu untergraben. Ein offensichtlicher Hinweis auf das Versprechen Saudi-Arabiens, die durch US-Sanktionen gegen iranische Exporte entstandene Versorgungslücke zu schließen.

„Der Iran ist wegen seiner Interessen Mitglied der OPEC und jede Bedrohung durch die Mitgliedstaaten wird nicht unbeantwortet bleiben“, sagte Zanganeh.