Usbekistan: Direktinvestitionen steigen rasant

Taschkent / Foto: iStock © Leonid Andronov

 TASCHKENT. Das Volumen der ausländischen Direktinvestitionen, die im ersten Quartal 2019 nach Usbekistan geflossen sind, belief sich laut offiziellen Angaben auf rund 1,2 Milliarden US-Dollar. Dies sind rund 90 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Einen besonders starken Anstieg verzeichnete die Region Kaschkadarya im Südosten Usbekistans. Im Zusammenhang mit dem Bau einer Produktionsstätte für synthetische Kraftstoffe und der Erschließung von Öl- und Gasfeldern konnten Neuinvestitionen in Höhe von knapp 500 Millionen US-Dollar verzeichnet werden. „Ausländische Unternehmen zeigen immer mehr Interesse an Investitionen in verschiedene Wirtschaftszweige Usbekistans“, wird der stellvertretende Vorsitzende des Staatlichen Investitionsausschusses Shukhrat Vafayev in einer offiziellen Mitteilung zitiert. Ausländische Investitionen fließen hauptsächlich in den Tourismus, die Landwirtschaft, die Bauwirtschaft sowie die Öl- und Gasindustrie. Die Investoren stammen in erster Linie aus Russland, der Türkei, China, Kasachstan und Südkorea.

Mit dem Amtsantritt des neuen Präsidenten Usbekistans, Schawkat Mirsijojew, Ende 2016 begann eine umfassende Öffnung und Liberalisierung der usbekischen Wirtschaft. In den kommenden Jahren wird ein Wirtschaftswachstum von durchschnittlich 5,5 Prozent erwartet. Laut dem Ease of Doing Business Report der Weltbank gehört das Land zu den zehn weltweit reformwilligsten Ländern weltweit.