Milliarden-Abkommen für die umstrittene Neue Seidenstraße

PEKING. Ende April fand in der Hauptstadt Chinas die internationale Konferenz zur Neuen Seidenstraße statt, bei der rund 40 Staatschefs der ganzen Welt zusammenkamen, um über die Zukunft des Infrastrukturprojekts zu verhandeln.

Deutschland und weitere EU-Staaten stehen dem chinesischen Großprojekt Neue Seidenstraße kritisch gegenüber. Foto: iStock © bjdlzx

Dabei wurden nach Angaben des chinesischen Präsidenten Xi Jinping Abkommen mit einem Gesamtvolumen von umgerechnet 57 Milliarden Euro geschlossen. Zu den genauen Vertragsinhalten äußerte er sich nicht. Wie ZEIT ONLINE berichtet, stehen Deutschland und weitere EU-Staaten dem chinesischen Großprojekt kritisch gegenüber: Abgesehen davon, dass China weder Sozial- noch Umweltstandards gerecht werde, werde die ausländische Bauindustrie bei der Initiative vernachlässigt sowie finanziell schwache Länder ausgenutzt. Die Staaten Zentralasiens, als unmittelbare Nachbarn Chinas und Alternativwege zu Handelsstrecken durch Russland, spielen bei dem Projekt eine besondere Rolle.