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EU und Russland kritisieren USA wegen Verschärfung der Öl-Sanktionen gegen Iran

Russland bezeichnet die Entscheidung der USA, das Ölembargo gegen Iran zu verschärfen, als eine „aggressive und rücksichtslose“ Politik.

EU hat die Verschärfung des US-Ölembargos gegen Iran kritisiert. Die Aufhebung der Ausnahmeregelungen sei bedauernswert, sagte eine Sprecherin der EU-Außenbeauftragten Federica Mogherini. Foto: Raul Mee (EU2017EE) / Lizenz: Creative Commons Attribution 2.0 Generic license / Quelle: Wikimedia

Die Vereinigten Staaten gaben am Montag, 22. April, bekannt, dass sie die Sonderregelungen aufheben, die bis dato acht Länder von den US-Sanktionen gegen den Import von Erdöl aus Iran ausgenommen hat.

„Eine solche Vorgehensweise trägt nicht zum internationalen Ansehen der Amerikaner bei“, sagte das russische Außenministerium laut der französischen Nachrichtenagentur AFP. „Washington verbirgt nicht einmal seinen Wunsch, die Welt seinem Willen zu unterwerfen“, heißt es weiter in der Erklärung des Außenministeriums.

Zugleich lobte Moskau die „Zurückhaltung“ Teherans mit Blick auf „die arroganten amerikanischen Provokationen“.

Das russische Außenministerium forderte alle Parteien auf, „mit gesundem Menschenverstand“ alles in ihrer Macht Stehende zu tun, um sicherzustellen, dass das Atomabkommen mit Iran am Leben erhalten wird.

Trumps Entscheidung die Ausnahmeregelungen abzuschaffen, hat zu einem Anstieg der globalen Ölpreise geführt. Zuvor hatten auch China und die Türkei die Maßnahme scharf kritisiert.

Auch die EU hat die Verschärfung des US-Ölembargos gegen Iran kritisiert. Die Aufhebung der Ausnahmeregelungen sei bedauernswert, sagte eine Sprecherin der EU-Außenbeauftragten Federica Mogherini laut dpa. Das amerikanische Vorgehen drohe das Abkommen zur Verhinderung einer iranischen Atombombe noch weiter zu gefährden.