OstContact Lunch: Fünf Jahre Russland-Sanktionen

BERLIN. Im Rahmen des OstContact Business Lunches vom OWC-Verlag für Außenwirtschaft und dem Ost-Ausschuss – Osteuropaverein der Deutschen Wirtschaft (OAOEV) zum Thema „Fünf Jahre Russland Sanktionen” waren sich die Experten über einen Punkt einig: Die Sanktionen haben vor allem die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Europa und Russland getroffen.

Sprecher bei der Veranstaltung am 1. April in Berlin waren Andreas Metz, Sanktionsexperte und Pressechef beim OAOEV, und Peter Havlik, leitender Ökonom am Wiener Institut für internationale Wirtschaftsvergleiche (wiiw).

In seiner Einführung stellte Ulf Schneider, Geschäftsführender Gesellschafter des OWC-Verlags, die aktuelle Ausgabe des Wirtschaftsmagazins OstContact vor, die sich umfassend diesem Thema widmet.

Beide Sprecher stellten zwei Schwerpunkte zur Diskussion: die Auswirkungen der Sanktionen auf die Volkswirtschaften Russlands und Europas und mögliche Auswege für eine bessere Zukunft.

Die Experten waren sich einig, dass die Sanktionen negative Auswirkungen haben, die kurz- und mittelfristig nicht lösbar sind. Seit mehr als fünf Jahren haben die Sanktionen massive Schwankungen von Wechselkursen und die Vertreibung mehrerer ausländischer Unternehmen vom russischen Markt provoziert und dadurch den Außenhandel stark beeinträchtigt.

„Die Unternehmen müssen sich mit den Sanktionen abfinden, das Risiko einschätzen und sich damit auseinandersetzen. Es gibt noch viele Möglichkeiten in Russland“, meinte Andreas Metz vom OAOEV in seinem Vortrag. Er zeigte aber auch auf, dass sich Russland in den letzten Jahren in einigen Bereichen weiterentwickelt und verbessert hat, zum Beispiel bezüglich des Geschäftsumfelds und des Investitionsklimas im Land.

Havlik stellte schließlich in seinem Vortrag die  wirtschaftlichen Auswirkungen der Sanktionen dar, und erklärte, dass die Ukraine, die baltischen Staaten, Finnland und mehrere osteuropäische EU-Mitgliedstaaten am meisten von den Sanktionen betroffen sind. Die Auswirkungen auf Deutschland und Österreich waren hingegen relativ bescheiden, so der Ökonom. „Sanktionen haben lediglich eine Annäherung Russlands an das autoritäre Regime Chinas erwirkt“, schlussfolgerte Havlik.


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Inhaltsverzeichnis OstContact 3/4-2019

Die Russland-Sanktionen jähren in diesem Jahr zum fünften Mal. Und trotz der leisen Zuversicht, bleibt die Lage weiter angespannt.