Krim: Siemens-Gasturbinen versorgen Krim mit Strom

SIMFEROPOL. Wie die russische staatliche Technologie-Holding Rostec über ihre Tochtergesellschaft Technopromexport am 18. März  bekannt gab, wurden auf der Krim zwei Elektrizitätswerke mit einer Gesamtleistung von 990 MW in Betrieb genommen.

Wie die russische staatliche Technologie-Holding Rostec über ihre Tochtergesellschaft Technopromexport am 18. März bekannt gab, wurden auf der Krim zwei Elektrizitätswerke mit einer Gesamtleistung von 990 MW in Betrieb genommen. Foto © Siemens AG, 1996 – 2019

Beide Kraftwerke werden rund 90 Prozent des Strombedarfs der Halbinsel abdecken und diese unabhängiger von externen Energielieferungen machen. Seit 2014 versucht Russland die zuvor von der Ukraine gedeckte Energieversorgung der Krim auf russische Quellen umzustellen. Ein erster Schritt war die Verlegung von Unterseekabeln vom russischen Festland in den Jahren 2015 und 2016.

In den neuen Kraftwerken sollen vier Siemens-Turbinen installiert sein. Das deutsche Unternehmen erklärte 2015, dass Technopromexport  die Siemens-Turbinen „rechtswidrig“ auf die Krim geliefert haben soll. Anfang 2018 hatte ein Schiedsgericht in Moskau der Klage von Siemens zur Rückgabe der besagten Turbinen nicht stattgegeben.