Iran richtet INSTEX-Pendant ein

TEHERAN. Iran hat das Pendant zum europäischen Zahlungssystem INSTEX am letzten Tag des persischen Jahres registriert, verkündete Abdolnaser Hemmati, Gouverneur der iranischen Zentralbank (CBI), am Mittwoch, den 20. März.

Iran hat das Pendant zum europäischen Zahlungssystem INSTEX am letzten Tag des persischen Jahres registriert. Foto: Ensie & Matthias / Lizenz: CC BY-SA 2.0 / Quelle: Flickr

Die Einrichtung, die „Special Trade and Finance Institute“ (STFI) genannt wird, ist notwendig, um die europäische Zweckgesellschaft INSTEX funktionsfähig zu machen.

Deutschland, Frankreich und Großbritannien hatten Ende Januar das „Instrument for Supporting Trade Exchanges“ (INSTEX) in Paris ins Leben gerufen, damit die Geschäfte zwischen Europa und dem Iran angesichts der US-Sanktionen erleichtert werden können.

Hemmati bezeichnete die Einrichtung von STFI auch als einen wichtigen Schritt der iranischen Seite, um den Prozess zu vereinfachen. CBI werde Lösungen anbieten, die den Bedürfnissen von Unternehmen und Wirtschaftsaktivisten gerecht würden, betonte er erneut. Der Schritt sei das Ergebnis der Bemühungen der iranischen Zentralbank und einer Gruppe von iranischen Staats- und Privatbanken, an denen sich eine Reihe von Unternehmen beteiligen werde.

STFI wurde nach technischen und fachlichen Verhandlungen zwischen iranischen Delegationen und Vertretern der drei europäischen Länder eingeführt.

Per Fischer, der deutsche Geschäftsführer von INSTEX, war am 10. März mit einer Delegation nach Teheran gereist, um Gespräche mit hochrangigen iranischen Beamten über die Möglichkeiten der Umsetzung des Mechanismus zu führen.

Die drei europäischen Länder, die das Atomabkommen 2015 mit dem Iran unterzeichnet haben, sollen den Kanal zunächst nur für den Verkauf von Lebensmitteln, Medikamenten und Medizinprodukten im Iran nutzen.