Grafik der Woche: Russische Währungsreserven im Wandel der Zeit

Quelle: Zentralbank Russlands / eigene Darstellung

Russland setzt die Diversifizierung seiner Währungsreserven weiter fort. Laut neuesten Statistiken der russischen Zentralbank ist der Anteil von Gold an den Gesamtreserven Russlands Ende 2018 auf fast 19 Prozent gestiegen und hat damit einen neuen Rekordwert erreicht. Im Jahr 2010 lag der Goldanteil noch bei etwas mehr als fünf Prozent. Damit will Russland in Zeiten westlicher Sanktionen und volatiler Finanzmärkte die Konzentration von Währungsrisiken in US-Dollar vermeiden. In dieses Konzept passt auch, dass mit dem chinesischen Yuan eine neue Währung Einzug in das Portfolio der russischen Zentralbank gehalten hat. Der Yuan-Anteil ist 2018 auf fast 15 Prozent gestiegen. Mit der kontinuierlichen Diversifizierung folgt Russland einem globalen Trend. Insbesondere Gold wurde 2018 weltweit so viel gekauft wie seit 50 Jahren nicht mehr.

Die russischen Währungsreserven nähern sich langsam wieder dem Vorkrisenniveau an und betrugen 2018 insgesamt 469 Milliarden US-Dollar. Vor dem Verfall des Ölpreises lagen die russischen Reserven noch bei 538 Milliarden US-Dollar.