Geldwäsche-Skandal belastet europäische Banken

MOSKAU. Mehrere EU-Banken haben eine russische Investmentfirma beim Waschen von Geldern unterstützt. Dies geht aus einem am 4. März veröffentlichten Bericht des OCCRP (Organized Crime and Corruption Reporting Project) hervor.

Foto: Raiffeisen Bank Wien / Author: spaceman117 / Lizenz: Creative Commons Attribution 3.0 Unported license / Quelle: wikimedia

Insgesamt sollen rund ein Dutzend europäischer Banken beteiligt sein, darunter auch die österreichische Raiffeisenbank. Hinter den Geldwäschegeschäften stand den Angaben zufolge die russische Investmentbank Troika Dialog, die heute zur russischen Sberbank gehört. Die Investmentbank hat über mehrere Jahre Gelder verschoben. Das gesamte Netzwerk soll an die 70 Offshore-Strukturen umfassen, die in den Jahren 2006 bis 2013 über europäische Geldhäuser rund 4,8 Milliarden US-Dollar aus Russland erhalten haben sollen.

Der Aktienwert des österreichischen Finanzinstituts fiel infolge der Vorwürfe kurzfristig um rund 15 Prozent. Zuvor hatte der britische Investmentfonds Hermitage Capital die österreichische Staatsanwaltschaft darüber informiert, dass die Raiffeisenbank mit der „Troika-Wäscherei“ in Verbindung stehe.