Die USA wollen die iranischen Ölexporte weiter senken

WASHINGTON. Die Vereinigten Staaten wollen die iranischen Rohölexporte ab Mai um rund 20 Prozent reduzieren, indem sie fordern, dass Importeure ihre Käufe entweder einschränken oder mit US-Sanktionen rechnen müssen, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.

Der amerikanische Außenminister Mike Pompeo sagte am 12. März, dass die Vereinigten Staaten versuchen würden, die iranischen Rohölexporte „so schnell wie möglich“ auf Null zu senken. Foto: Gage Skidmore / Lizenz: CC BY-SA 2.0 / Quelle: Flickr

Reuters zitierte am Mittwoch, 13. März, zwei Quellen, die mit der Angelegenheit vertraut sein sollen. Laut dieser Quellen, sei das Ziel jetzt, die iranischen Ölexporte erst einmal auf unter eine Million Barrel pro Tag zu senken, da Präsident Trump besorgt sei, dass eine komplette Abschaltung des iranischen Öls zu einem starken Anstieg der Preise auf dem Weltmarkt führen würde.

Der amerikanische Außenminister Mike Pompeo sagte noch am 12. März, dass die Vereinigten Staaten versuchen würden, die iranischen Rohölexporte „so schnell wie möglich“ auf Null zu senken, wenn die Marktbedingungen es zulassen. Reuters Quellen zufolge, könnte sich das allerdings als schwierig erweisen.

Die Vereinigten Staaten haben im August und November letzten Jahres wieder Sanktionen gegen den Iran verhängt, nachdem sie sich im Mai aus dem Atomabkommen aus dem Jahr 2015 zurückgezogen hatten.

Die Vereinigten Staaten gewährten Italien, Griechenland, der Türkei, China, Indien, Japan, Südkorea und Taiwan sogenannte „Waivers“, vorübergehende Ausnahmeregelungen für die Einfuhr von iranischem Öl. Griechenland, Italien und Taiwan haben bisher keinen Gebrauch von diesen „Waivers“ gemacht. Besonders China, Indien und die Türkei sind vom iranischen Öl abhängig.

Es wird erwartet, dass die Vereinigten Staaten die Aufhebung der Sanktionen für die meisten Länder, die iranisches Rohöl kaufen, im Gegenzug für die Zusagen, die kombinierten Einfuhren auf unter eine Million Barrel pro Tag zu reduzieren, verlängern. Das wären rund 250.000 Barrel unter den derzeitigen iranischen Exporten von 1,25 Millionen Barrel.