Lewada-Zentrum: Putin, Armee und FSB sind mächtigste Institutionen

MOSKAU. Russlands Bürger bewerten den Präsidenten, die Armee und den Inlandsgeheimdienst als mächtigste Institutionen des Landes. Dennoch ist deren Einfluss im Vergleich zu den Vorjahren gesunken, berichtet das Meinungsforschungsinstitut Lewada-Zentrum.

Russlands Bürger bewerten den Präsidenten, die Armee und den Inlandsgeheimdienst als mächtigste Institutionen des Landes. Foto: iStock © Mlenny

Nach Angaben der Befragten sank der Einfluss des Präsidenten von 4,7 auf 4,2 Punkte (die höchste Bewertung: 5 Punkte). Der Präsident blieb dennoch einflussreichste Institution. Es folgen die Armee mit 4,1 Punkten, wobei ihr Einfluss in den vergangenen zwei Jahren unverändert blieb, sowie der FSB, dessen Einfluss im Zweijahreszeitraum von 4,1 auf 3,8 Punkte fiel. Auch die Bedeutung der Präsidialverwaltung für das Leben der russischen Bürger ist gesunken – von vier auf 3,6 Punkte, ebenso der Regierung von 3,8 auf 3,6 sowie von Oligarchen und Bankiers von 3,7 auf 3,6 Punkte. An siebter Stelle stehen die Medien (Zeitungen, Radio und Fernsehen), deren Einfluss seit 2009 unverändert bei 3,5 Punkten liegt. Auch der Einfluss anderer staatlicher Institutionen nahm leicht ab, darunter die Gerichte, die Polizei, die Gouverneure, die Staatsduma, der Föderationsrat, die Direktoren großer Unternehmen sowie der Kirche. Als am wenigsten einflussreiche Institutionen werden die Parteien (2,9), NGOs (2,5) und Gewerkschaften (2,0) bewertet.